Die Fortsetzung
...findet nun hier statt. Ich hoffe, der geneigte Leser fühlt sich auch im Blogsdingsda 2.0 wohl. :)
Das "Geschwurbel" wird sich vermutlich treu bleiben.
Das "Geschwurbel" wird sich vermutlich treu bleiben.
Noch kein Blubb...
Blubb machen..
Bewegt.
In verschiedener Hinsicht... Ich mich vielleicht ein wenig in eine - subjektiv - bessere Richtung, jedenfalls anscheinend einen kleinen Schritt weiter, wenn man "Die Signale sind positiv, Sie können Ihr Bangen einstellen!" als bestanden verstehen darf.
Und dann auch auf andere Weise, ich mich, von einem kulturellen Job in einen anderen, auch kulturellen. Einen, der mir Freude, Herausforderungen, bunte Erfahrungen, und Umgang mit Menschen und Medien bietet, mit dem die Angst einhergeht, ihn vielleicht someday entbehren zu müssen, aber auch die Zuversicht, dabei einiges mitbekommen zu haben. Punkt.
Bewegt auch im Herzen, nicht nur, aber oft positiv, beispielsweise durch einen Vater, meinen, dem ich inzwischen nach Jahren des Zweifels glaube, daß er doch irgendwie stolz ist, sehr sogar, weil das Kind 1er schreibt, viel arbeitet, auch Prüfungen besteht. Der bei Mitteilung eines Erfolgs Tränen unterdrückt, Nasenflügel sogar durchs Telefon beben läßt, sich mitfreut.
Und dann durch einen Flummanizer, der mehr als ehrgeizig, fast verbissen daran arbeitet, hier trotz Studienende bleiben und weiter arbeiten zu können, weil ein Flummi eben noch nicht fertig ist.
Bewegt durch die Zuversicht anderer.
Und dann bewegt sich hier hoffentlich/wahrscheinlich/anscheinend etwas, bisher sehr langsam, aber immerhin. Neun Wohnungen an einem Tag gesehen, fünf schöne dabei, sogar der Hammer in Tüten, und im Prozess der Findung bewegt man sich hin und her, bis wir Pendel das Schwingen einstellen. Dann kommt ein weiteres Aufeinanderzubewegen, auch etwas, das nicht ganz ohne Furcht vonstatten gehen wird, jedoch - und hier ganz besonders - mit Zuversicht.
Jedenfalls sehe ich im Geiste, wie ich, bematzt mit Alpinaweiß, Rollen über Wände jage, mich mit grenzwertigem Grinsen Liste führend durch ein IKEA ganz in der Nähe bewege, und nicht viel später mindestens sechs Imbusschlüssel reicher.
Und weil sich und mich soviel bewegt, wird aus Flummi Flummovska, bewegt sich das Blogsdingsda sozusagen in eine Betaebene, auch langsam, bald, und wird wieder mehr Bewegung aufweisen, die ich seit langer Zeit vermisse.
Und dann auch auf andere Weise, ich mich, von einem kulturellen Job in einen anderen, auch kulturellen. Einen, der mir Freude, Herausforderungen, bunte Erfahrungen, und Umgang mit Menschen und Medien bietet, mit dem die Angst einhergeht, ihn vielleicht someday entbehren zu müssen, aber auch die Zuversicht, dabei einiges mitbekommen zu haben. Punkt.
Bewegt auch im Herzen, nicht nur, aber oft positiv, beispielsweise durch einen Vater, meinen, dem ich inzwischen nach Jahren des Zweifels glaube, daß er doch irgendwie stolz ist, sehr sogar, weil das Kind 1er schreibt, viel arbeitet, auch Prüfungen besteht. Der bei Mitteilung eines Erfolgs Tränen unterdrückt, Nasenflügel sogar durchs Telefon beben läßt, sich mitfreut.
Und dann durch einen Flummanizer, der mehr als ehrgeizig, fast verbissen daran arbeitet, hier trotz Studienende bleiben und weiter arbeiten zu können, weil ein Flummi eben noch nicht fertig ist.
Bewegt durch die Zuversicht anderer.
Und dann bewegt sich hier hoffentlich/wahrscheinlich/anscheinend etwas, bisher sehr langsam, aber immerhin. Neun Wohnungen an einem Tag gesehen, fünf schöne dabei, sogar der Hammer in Tüten, und im Prozess der Findung bewegt man sich hin und her, bis wir Pendel das Schwingen einstellen. Dann kommt ein weiteres Aufeinanderzubewegen, auch etwas, das nicht ganz ohne Furcht vonstatten gehen wird, jedoch - und hier ganz besonders - mit Zuversicht.
Jedenfalls sehe ich im Geiste, wie ich, bematzt mit Alpinaweiß, Rollen über Wände jage, mich mit grenzwertigem Grinsen Liste führend durch ein IKEA ganz in der Nähe bewege, und nicht viel später mindestens sechs Imbusschlüssel reicher.
Und weil sich und mich soviel bewegt, wird aus Flummi Flummovska, bewegt sich das Blogsdingsda sozusagen in eine Betaebene, auch langsam, bald, und wird wieder mehr Bewegung aufweisen, die ich seit langer Zeit vermisse.
Blubb wurde gemacht...
Blubb machen..
25 Minuten Metaebene.
Da wurde gestern Abend bei dem 7. Europäischen Journalistengespräch in Halle, das mir übrigens überraschend positiv für die Blogosphäre schien, unter anderem darüber gesprochen, daß auch der Journalist von heute mit "Blogger im Nacken" nicht nur sauberer arbeiten, sondern darüber hinaus den Lesern/Bloggern/Hörern/"Bürgerreportern" (what a word!)/Twitterati sein Schaffen transparent machen sollte.
Nun bin ich zwar keine professionelle Journalistin/Redakteurin, aber ein bißchen doch schon, und das Bloggen habe ich immerhin auch mal halbwegs regelmäßig betrieben – was mir im übrigen sehr fehlt und ein erneut zu erreichendes Ziel zu sein scheint.
Hier also 25 Minuten Metaebene, um die Wartezeit zu füllen.
21.10.2009, 10.33 Uhr: E-Mail vom Chef – bitte um einen Artikel fürs Online-Magazin zu Thema x kümmern. "Auftraggeber" meinte zwar, im Anhang befinde sich eine Pressemitteilung, hat aber wohl das Anhängen vergessen.
21.10.2009, 10.46 Uhr: E-Mail meinerseits an "Auftraggeber" mit Bitte um die vergessene Pressemitteilung.
Heute morgen: noch keine Antwort. Stattdessen:
22.10.2009, 9.15 Uhr: E-Mail von Chef an "Auftraggeber" mit Cc an mich – es wird einen Artikel fürs Online-Magazin geben. Ein Wink mit dem Zaun, sozusagen.
22.10.2009, 9.29 Uhr: Anruf meinerseits beim Auftraggeber; nach ausführlicher Darlegung meines Anliegens stellt mich die Sekretärin dann zum Auftraggeber durch, der mir sehr freundlich erklärt, daß er noch keine Zeit gehabt hätte, seine E-Mails zu bearbeiten, aber just jetzt dabei sei und mir binnen einer halben Stunde die Pressemitteilung zuschicken würde.
22.10.2009, 9.45 Uhr: Weitere E-Mail von mir an den Auftraggeber – während des Wartens fiel mir bei einem Blick in die ursprüngliche Auftragsmail bei Sichtung der Fotos in mieser Qualität auf, daß kein Fotograf genannt ist. Ich bitte also um den Fotografennamen, schließlich gehört der in die Bildunterschriften.
22.10.2009, 10.13 Uhr: E-Mail vom Auftraggeber an mich – er habe keine Ahnung, wer die Fotos gemacht hat, werde es aber erfragen und sich umgehend bei mir melden.
Ich gehe duschen.
22.10.2009, 10.40 Uhr: Da noch keine Pressemitteilung eingetroffen ist, ich im Internet auch nicht fündig werde, schreibe ich dem Auftraggeber noch eine Mail mit Dank bzgl. der "Fotografenrecherche" und Wink mit dem Zaun meinerseits, daß ich ja, sobald er mir die Pressemitteilung zugeschickt hat, daraus auch erst einmal einen Artikel fürs Magazin machen müsse und bis zur Fertigstellung vielleicht auch die Fotoinformationen schon eingetroffen sein könnten.
Zwischendurch: Anmeldung bei einem Wochenend-Radio-Workshop. Freue mich wie Nachbars Lumpi und schreibe am
22.10.2009, um 11.15 Uhr meinem Chef eine Mail, daß man darüber einen Erfahrungsbericht fürs Magazin machen könnte, und berichte ihm darüber hinaus, daß der Auftraggeber anscheinend recht beschäftigt ist, da er die Pressemitteilung erneut zu schicken vergessen hat.
22.10.2009, 11.33 Uhr: Kryptische Mail von meinem Chef, der ich im Grunde nur entnehmen kann, daß er einem Erfahrungsbericht freudig zustimmt. Ich vermute, er möchte, daß ich den Auftraggeber erneut anrufe. Ich beschließe, ihm noch bis zum Mittag Zeit zu geben, bevor ich erneut "nerve". Möge er sich seiner Absicht besinnen.
Nach Abfassen dieses Berichts ist nun aber keine E-Mail mehr eingetroffen. Mittagspause.
(...)
Nun bin ich zwar keine professionelle Journalistin/Redakteurin, aber ein bißchen doch schon, und das Bloggen habe ich immerhin auch mal halbwegs regelmäßig betrieben – was mir im übrigen sehr fehlt und ein erneut zu erreichendes Ziel zu sein scheint.
Hier also 25 Minuten Metaebene, um die Wartezeit zu füllen.
21.10.2009, 10.33 Uhr: E-Mail vom Chef – bitte um einen Artikel fürs Online-Magazin zu Thema x kümmern. "Auftraggeber" meinte zwar, im Anhang befinde sich eine Pressemitteilung, hat aber wohl das Anhängen vergessen.
21.10.2009, 10.46 Uhr: E-Mail meinerseits an "Auftraggeber" mit Bitte um die vergessene Pressemitteilung.
Heute morgen: noch keine Antwort. Stattdessen:
22.10.2009, 9.15 Uhr: E-Mail von Chef an "Auftraggeber" mit Cc an mich – es wird einen Artikel fürs Online-Magazin geben. Ein Wink mit dem Zaun, sozusagen.
22.10.2009, 9.29 Uhr: Anruf meinerseits beim Auftraggeber; nach ausführlicher Darlegung meines Anliegens stellt mich die Sekretärin dann zum Auftraggeber durch, der mir sehr freundlich erklärt, daß er noch keine Zeit gehabt hätte, seine E-Mails zu bearbeiten, aber just jetzt dabei sei und mir binnen einer halben Stunde die Pressemitteilung zuschicken würde.
22.10.2009, 9.45 Uhr: Weitere E-Mail von mir an den Auftraggeber – während des Wartens fiel mir bei einem Blick in die ursprüngliche Auftragsmail bei Sichtung der Fotos in mieser Qualität auf, daß kein Fotograf genannt ist. Ich bitte also um den Fotografennamen, schließlich gehört der in die Bildunterschriften.
22.10.2009, 10.13 Uhr: E-Mail vom Auftraggeber an mich – er habe keine Ahnung, wer die Fotos gemacht hat, werde es aber erfragen und sich umgehend bei mir melden.
Ich gehe duschen.
22.10.2009, 10.40 Uhr: Da noch keine Pressemitteilung eingetroffen ist, ich im Internet auch nicht fündig werde, schreibe ich dem Auftraggeber noch eine Mail mit Dank bzgl. der "Fotografenrecherche" und Wink mit dem Zaun meinerseits, daß ich ja, sobald er mir die Pressemitteilung zugeschickt hat, daraus auch erst einmal einen Artikel fürs Magazin machen müsse und bis zur Fertigstellung vielleicht auch die Fotoinformationen schon eingetroffen sein könnten.
Zwischendurch: Anmeldung bei einem Wochenend-Radio-Workshop. Freue mich wie Nachbars Lumpi und schreibe am
22.10.2009, um 11.15 Uhr meinem Chef eine Mail, daß man darüber einen Erfahrungsbericht fürs Magazin machen könnte, und berichte ihm darüber hinaus, daß der Auftraggeber anscheinend recht beschäftigt ist, da er die Pressemitteilung erneut zu schicken vergessen hat.
22.10.2009, 11.33 Uhr: Kryptische Mail von meinem Chef, der ich im Grunde nur entnehmen kann, daß er einem Erfahrungsbericht freudig zustimmt. Ich vermute, er möchte, daß ich den Auftraggeber erneut anrufe. Ich beschließe, ihm noch bis zum Mittag Zeit zu geben, bevor ich erneut "nerve". Möge er sich seiner Absicht besinnen.
Nach Abfassen dieses Berichts ist nun aber keine E-Mail mehr eingetroffen. Mittagspause.
(...)
Noch kein Blubb...
Blubb machen..
Auch dieser Eintrag wird die wenigen Stammleser, die es vor inzwischen etlichen Monaten vielleicht einmal gab, nicht zufriedenstellen können, denn im Ganzen wird er eher wort-, vielmehr aber auch noch gehaltkarg ausfallen, wenig geschmückt auftreten und letztlich nur einen unzureichenden Statusbericht liefern. Sei es drum.
Im März hat die anämische Frau Flummovska - wie neuerdings so oft in Ermangelung makelloser Gesundheit - zwei Arbeiten über den Zaun bzw. die Tastatur gebrochen. Das Warten den April hindurch konnte sie mit viel Arbeit überbrücken, sparen obendrein, der Mai wurde schwieriger, so daß sie es im Juni nicht mehr aushalten wollte. Der Herr Dozent war wenig angetan von ihrer vorsichtigen Anfrage bzgl. eines "ersten Blickes" auf die Seminararbeit, antwortete mit der recht schroffen Frage, bis wann spätestens die Arbeit korrigiert sein müsse, unter Verzicht auf Anrede und Abschiedsgruß. Frau Flummovska rechnet den potentiellen Punkteabzug wegen Erdreistung (nach zehn Wochen Wartezeit) zu der Nachfrage als Anzeichen von Kritik ein und läßt die letzte Wartewoche an sich vorüberziehen. Denn was blieb ihr anderes als ihm die gewünschte Deadline zu geben ("Mitte des Monats")? Hat sie doch den Kampf begonnen, nun lassen sich die Waffen nicht niederlegen.
Der Frau Dozentin hat sie nicht geschrieben bzgl. eines Ergebnisses der an zweiter Stelle eingereichten Arbeit, schließlich waren hier noch keine zehn Wochen vergangen, sondern erst acht. Am ersten Tag der neunten Woche nun, einem durchwachsenen Dienstag der zweiten Juniwoche, landet ein elektronischer Brief auf ihrem Schreibtisch, der darauf hinweist, ihre Arbeit sei gelesen und läge zur Abholung bereit. Nun hat sich der Wartekrampf zumindest partiell gelöst, von Euphorie begleitet, denn
Zum prägenden Eindruck Kierkegaardscher Philosophie auf Max Frisch. Allusionen und Adaptionen im Roman »Stiller«
erhielt das Prädikat »sehr gut (1,0)« und sei eine »in jeder Beziehung sehr gute Arbeit!«
Damit kann Frau Flummovska mit etwas mehr Vertrauen in sich selbst und Sonne im Herzen zwischen Blutentnahmen und dem alltäglichen Wahnsinn das finale Interview antreten. Möge ihr auch der Artikel in den kommenden zwei Tagen von der Hand gehen wie diese Seminararbeit!
Im März hat die anämische Frau Flummovska - wie neuerdings so oft in Ermangelung makelloser Gesundheit - zwei Arbeiten über den Zaun bzw. die Tastatur gebrochen. Das Warten den April hindurch konnte sie mit viel Arbeit überbrücken, sparen obendrein, der Mai wurde schwieriger, so daß sie es im Juni nicht mehr aushalten wollte. Der Herr Dozent war wenig angetan von ihrer vorsichtigen Anfrage bzgl. eines "ersten Blickes" auf die Seminararbeit, antwortete mit der recht schroffen Frage, bis wann spätestens die Arbeit korrigiert sein müsse, unter Verzicht auf Anrede und Abschiedsgruß. Frau Flummovska rechnet den potentiellen Punkteabzug wegen Erdreistung (nach zehn Wochen Wartezeit) zu der Nachfrage als Anzeichen von Kritik ein und läßt die letzte Wartewoche an sich vorüberziehen. Denn was blieb ihr anderes als ihm die gewünschte Deadline zu geben ("Mitte des Monats")? Hat sie doch den Kampf begonnen, nun lassen sich die Waffen nicht niederlegen.
Der Frau Dozentin hat sie nicht geschrieben bzgl. eines Ergebnisses der an zweiter Stelle eingereichten Arbeit, schließlich waren hier noch keine zehn Wochen vergangen, sondern erst acht. Am ersten Tag der neunten Woche nun, einem durchwachsenen Dienstag der zweiten Juniwoche, landet ein elektronischer Brief auf ihrem Schreibtisch, der darauf hinweist, ihre Arbeit sei gelesen und läge zur Abholung bereit. Nun hat sich der Wartekrampf zumindest partiell gelöst, von Euphorie begleitet, denn
Zum prägenden Eindruck Kierkegaardscher Philosophie auf Max Frisch. Allusionen und Adaptionen im Roman »Stiller«
erhielt das Prädikat »sehr gut (1,0)« und sei eine »in jeder Beziehung sehr gute Arbeit!«
Damit kann Frau Flummovska mit etwas mehr Vertrauen in sich selbst und Sonne im Herzen zwischen Blutentnahmen und dem alltäglichen Wahnsinn das finale Interview antreten. Möge ihr auch der Artikel in den kommenden zwei Tagen von der Hand gehen wie diese Seminararbeit!
flummi | Dienstag, 09.Juni 2009 | 18:27 Uhr | Blabla Blubb!
Blubb wurde gemacht...
Blubb machen..
Bald bin auch ich wieder dabei. Aber es gilt vermutlich noch für ein paar Wochen (ununterbrochen):
Albeite flöhlich ohne Mullen und Knullen! =)
Albeite flöhlich ohne Mullen und Knullen! =)
flummi | Sonntag, 15.März 2009 | 07:34 Uhr | Blabla Blubb!
Noch kein Blubb...
Blubb machen..
Lieber Murphy...
...wir kennen uns nun schon sehr lange, haben häufig Kontakt miteinander, sind uns vertraut. Daher möchte ich mich nun mit einer Bitte an Dich wenden.
Könntest Du nicht vielleicht gelegentlich auch einmal anderen einen Tritt in den Allerwertesten verpassen? Ich will Dir gar nicht aufzählen, wie oft Du meinen hübschen Po anvisierst – das weißt Du selbst am besten.
Aber vielleicht könntest Du – nur so zur Abwechslung und für die Regeneration meiner Wenigkeit – eben auch mal dieArschgesichter Hintern derer anpeilen, denen ohnehin schon alles zufällt, die möglicherweise sogar noch überhaupt keinen Dreck fressen mußten und somit noch keine Gelegenheit hatten, auch diese Geschmacksrichtung des Lebens zu kosten.
Wie wäre es beispielsweise mit solchen neuzeitlichen Pseudo-Dandies, deren Synapsen nicht dazu in der Lage sind, die Einsicht zu bilden, daß Mama und Papa nicht die direkten Erben des letzten Lyderkönigs sind, sondern auch nur zwischen vierzig und sechzig Stunden in der Woche arbeiten gehen, um nicht den elitären Lebensillusionen ihres Söhnchens zu erliegen?
Und wenn Du Dir die schon vorknöpfst, kannst Du Dir auch gleich bei der Gelegenheit die elenden, undankbaren Muttersöhnchen zur Brust nehmen, die alles fein ins Popöchen geschoben bekommen und auch mit vierzig Jahren noch keine Deckenlampe installieren können. Die Mütter dann auch gleich, die dem heiliggesprochenen Nachwuchs, der als simpler Studiosus, ohne je einen Handgriff getan zu haben, mit von Stolz geschwollener Brust verkündet, er sei die unentbehrliche Zukunft der Welt (und es auch tatsächlich glaubt), noch die Socken stopfen.
Die arroganten Fabulanten und Pharisäer könntest Du auch ruhig mal erwischen, die, die im Grunde auch noch nichts geleistet haben, nur die Kunst der Rhetorik fleißig studieren und sich mit Anzügen schmücken, weil sie wissen, daß der Schein immer trügen kann. Stopf’ Ihnen doch bitte nur für eine Woche das Maul, möglicherweise vor einem für sie wichtigen Schwätzerereignis, mit einer hübschen Kehlkopfentzündung – nichts mit Folgeschäden, das wäre zu arg – oder schlicht anhaltender Heiserkeit, damit ihre Umwelt für ein paar Tage verschont bleibt von dem geistlosen Gesülze.
Und, solltest Du denn diese meine Bestellung wirklich respektieren, nimm’ Dir bitte nicht immer nur die einmaligen Verkehrssünder vor, sondern solche, die regelmäßig betrunken mit achtzig Stundenkilometern durch die Stadt ballern, ohne dabei je erwischt zu werden. Denn wenn Du einmal genauer darüber nachdenkst, haben diese es doch viel eher verdient als jene, denen auf gerader Strecke einmal die Geschwindigkeit aus dem Blick gerät.
Du wirst sicherlich wissen, an welche Hilfsbereiten Du Dich wenden kannst.
Eine kleine Bitte habe ich noch: Vielleicht kannst Du bei Gott, Buddha, Allah, Shiva, Zeus und ihren Kollegen ein gutes Wort für mich einlegen? Schließlich hast Du mich doch bereits regelmäßig am Wickel, so daß ich schon prophylaktisch bestraft werde.
Sei Dir meines herzlichsten Dankes gewiß!
Flummi
Könntest Du nicht vielleicht gelegentlich auch einmal anderen einen Tritt in den Allerwertesten verpassen? Ich will Dir gar nicht aufzählen, wie oft Du meinen hübschen Po anvisierst – das weißt Du selbst am besten.
Aber vielleicht könntest Du – nur so zur Abwechslung und für die Regeneration meiner Wenigkeit – eben auch mal die
Wie wäre es beispielsweise mit solchen neuzeitlichen Pseudo-Dandies, deren Synapsen nicht dazu in der Lage sind, die Einsicht zu bilden, daß Mama und Papa nicht die direkten Erben des letzten Lyderkönigs sind, sondern auch nur zwischen vierzig und sechzig Stunden in der Woche arbeiten gehen, um nicht den elitären Lebensillusionen ihres Söhnchens zu erliegen?
Und wenn Du Dir die schon vorknöpfst, kannst Du Dir auch gleich bei der Gelegenheit die elenden, undankbaren Muttersöhnchen zur Brust nehmen, die alles fein ins Popöchen geschoben bekommen und auch mit vierzig Jahren noch keine Deckenlampe installieren können. Die Mütter dann auch gleich, die dem heiliggesprochenen Nachwuchs, der als simpler Studiosus, ohne je einen Handgriff getan zu haben, mit von Stolz geschwollener Brust verkündet, er sei die unentbehrliche Zukunft der Welt (und es auch tatsächlich glaubt), noch die Socken stopfen.
Die arroganten Fabulanten und Pharisäer könntest Du auch ruhig mal erwischen, die, die im Grunde auch noch nichts geleistet haben, nur die Kunst der Rhetorik fleißig studieren und sich mit Anzügen schmücken, weil sie wissen, daß der Schein immer trügen kann. Stopf’ Ihnen doch bitte nur für eine Woche das Maul, möglicherweise vor einem für sie wichtigen Schwätzerereignis, mit einer hübschen Kehlkopfentzündung – nichts mit Folgeschäden, das wäre zu arg – oder schlicht anhaltender Heiserkeit, damit ihre Umwelt für ein paar Tage verschont bleibt von dem geistlosen Gesülze.
Und, solltest Du denn diese meine Bestellung wirklich respektieren, nimm’ Dir bitte nicht immer nur die einmaligen Verkehrssünder vor, sondern solche, die regelmäßig betrunken mit achtzig Stundenkilometern durch die Stadt ballern, ohne dabei je erwischt zu werden. Denn wenn Du einmal genauer darüber nachdenkst, haben diese es doch viel eher verdient als jene, denen auf gerader Strecke einmal die Geschwindigkeit aus dem Blick gerät.
Du wirst sicherlich wissen, an welche Hilfsbereiten Du Dich wenden kannst.
Eine kleine Bitte habe ich noch: Vielleicht kannst Du bei Gott, Buddha, Allah, Shiva, Zeus und ihren Kollegen ein gutes Wort für mich einlegen? Schließlich hast Du mich doch bereits regelmäßig am Wickel, so daß ich schon prophylaktisch bestraft werde.
Sei Dir meines herzlichsten Dankes gewiß!
Flummi
flummi | Dienstag, 27.Januar 2009 | 20:16 Uhr | Symboldrama
2 Blubbs wurden gemacht...
Blubb machen..
Arbeitsverbot
(Für eine Beschreibung dessen, was hier vor sich geht -> Maus druff!)


Noch kein Blubb...
Blubb machen..
Mon Bel-Ami
Claude ist ein waschechter Franzose. Fünfundzwanzigjährig, recht groß, brünett, immer auf der Jagd nach weiblichen Wesen, gern dürfen es auch bereits vergebene sein, was die Angelegenheit für ihn dann um so zwangloser gestaltet. Er studiert in Deutschland Romanistik, denn in Frankreich wäre das ja langweilig, meint er. Ähnlich fatigant wie Deutsch-Leistungskurs für einen Deutschen, malt er sich aus.
Aufgewachsen ist Claude bei seinem Vater, zusammen mit zwei jüngeren Schwestern, die ihm das Leben nicht unbedingt leichter gemacht haben. Schön war’s trotzdem, findet er. Seine Mutter, alles andere als eine wirkliche mère, huldigte stets mehr der Bohème denn einem konventionellen Lebensstil, weshalb sie es dann doch für attraktiver hielt, sich der Kinder zu entledigen und mit ihrem amant durchzubrennen. Claude hat kaum Erinnerungen an sie. Als sie verschwand, befand er sich in seinem fünften Jahre.
Er war ein echtes Flaschenkind, so war denn auch seine erste nahrhafte Flaschenfüllung ein feiner Tropfen Châteauneuf-du-Pape, was möglicherweise seine noch heute anhaltende Leidenschaft für Wein zu erklären vermag. Natürlich mag er auch Käse, so sind wir uns also einig, was den Inhalt von Kühlschrank und Keller betrifft, ebenso wie über das, was einen guten Abend ausmacht.
Trotz dubioser Familiengeschichte hatte Claude eine schöne Kindheit in Lyon und Dijon, wo er meist seine Ferien bei seinen Großeltern verbrachte. Deren Landhaus ist auch heute noch beliebtes Ziel - und wer will, darf mit.
Was für mich Bautz’ner, ist für ihn Dijon-Senf. Nur Bier verträgt er nicht, was dafür sorgt, daß unsere Parties spektakulär werden – schließlich trinkt man bei uns keinen Wein beim Tanzen.
Als ältestes Kind kam er nicht umhin, sich seiner Schwestern anzunehmen, während der père seul für den Familienunterhalt sorgte, und so ergab es sich, daß Claude zu einem ausgezeichneten Hobbykoch wurde, und so unser WG-Leben natürlich deutlich bereichert. Sitzen wir dann bei einer Crème brûlée und einer Flasche Wein beisammen, lehrt mich mein hauseigener Kulturpatriot Französisch und lacht sich schallend schlapp über meine hilflosen Versuche, mich in dieser mir so fremden Sprache zu artikulieren.
Wir haben viel Spaß und ergänzen uns wunderbar. Jeder hat sein chambre-salon für den Rückzug oder andere Stunden, die sich meist in Form des Eintreffens einer jedes Mal unbekannten Frau oder meines einzig wahren Flummanizers andeuten, ansonsten leben wir rauchend in unserer monströsen Bibliothek. Während er sich in beeindruckend disziplinierter Weise auf die deutsche Literatur stürzt, verschlinge ich die französische, an Gesprächsstoff mangelt es folglich nie.
Claude ist mein Wunschbruder, mein Bel-Ami, ein wenig mein männliches französisches Pendant.
So jedenfalls stelle ich mir das vor.
Aufgewachsen ist Claude bei seinem Vater, zusammen mit zwei jüngeren Schwestern, die ihm das Leben nicht unbedingt leichter gemacht haben. Schön war’s trotzdem, findet er. Seine Mutter, alles andere als eine wirkliche mère, huldigte stets mehr der Bohème denn einem konventionellen Lebensstil, weshalb sie es dann doch für attraktiver hielt, sich der Kinder zu entledigen und mit ihrem amant durchzubrennen. Claude hat kaum Erinnerungen an sie. Als sie verschwand, befand er sich in seinem fünften Jahre.
Er war ein echtes Flaschenkind, so war denn auch seine erste nahrhafte Flaschenfüllung ein feiner Tropfen Châteauneuf-du-Pape, was möglicherweise seine noch heute anhaltende Leidenschaft für Wein zu erklären vermag. Natürlich mag er auch Käse, so sind wir uns also einig, was den Inhalt von Kühlschrank und Keller betrifft, ebenso wie über das, was einen guten Abend ausmacht.
Trotz dubioser Familiengeschichte hatte Claude eine schöne Kindheit in Lyon und Dijon, wo er meist seine Ferien bei seinen Großeltern verbrachte. Deren Landhaus ist auch heute noch beliebtes Ziel - und wer will, darf mit.
Was für mich Bautz’ner, ist für ihn Dijon-Senf. Nur Bier verträgt er nicht, was dafür sorgt, daß unsere Parties spektakulär werden – schließlich trinkt man bei uns keinen Wein beim Tanzen.
Als ältestes Kind kam er nicht umhin, sich seiner Schwestern anzunehmen, während der père seul für den Familienunterhalt sorgte, und so ergab es sich, daß Claude zu einem ausgezeichneten Hobbykoch wurde, und so unser WG-Leben natürlich deutlich bereichert. Sitzen wir dann bei einer Crème brûlée und einer Flasche Wein beisammen, lehrt mich mein hauseigener Kulturpatriot Französisch und lacht sich schallend schlapp über meine hilflosen Versuche, mich in dieser mir so fremden Sprache zu artikulieren.
Wir haben viel Spaß und ergänzen uns wunderbar. Jeder hat sein chambre-salon für den Rückzug oder andere Stunden, die sich meist in Form des Eintreffens einer jedes Mal unbekannten Frau oder meines einzig wahren Flummanizers andeuten, ansonsten leben wir rauchend in unserer monströsen Bibliothek. Während er sich in beeindruckend disziplinierter Weise auf die deutsche Literatur stürzt, verschlinge ich die französische, an Gesprächsstoff mangelt es folglich nie.
Claude ist mein Wunschbruder, mein Bel-Ami, ein wenig mein männliches französisches Pendant.
So jedenfalls stelle ich mir das vor.
flummi | Sonntag, 11.Januar 2009 | 21:55 Uhr | Symboldrama
Noch kein Blubb...
Blubb machen..
Zwischen den Zeiten. Die Zoologie des homo sapiens scribens.
Es gab da mal einen Literaturkritiker, der... Nein, anders.
Was weiß man heute von einem Autor, abgesehen davon, daß man möglicherweise seine Werke und groben Lebensdaten kennt? Welche Einstellung hat ein bekannter Federführer zur Politik, Religion, zu seiner Zeit? Wie lebt er? Was prägt ihn?
Es gab da mal einen Literaturkritiker, der den Schreibenden nicht übersehen hat, der nicht müde wurde, die kleinen einflußreichen Details aus den Leben der Literaten seiner Zeit und derer, die weit früher gewirkt, ihren Einfluß auf das Jetzt jedoch nicht verloren haben, aufzuspüren, der, angetrieben von dem Wunsch nach Ordnung, mit Feingefühl und Scharfsinn eine „Zoologie des homo sapiens scribens“ anstrebte und somit zum Linné der Literatur wurde.
Gebildete Pariser warteten in einem Zeitraum von 30 Jahren jeden Montag, vermutlich mit einiger Ungeduld, auf den Artikel Charles-Augustin Sainte-Beuves in der Zeitung, auf eine Literaturkritik, die ihnen nicht nur neue Einblicke in die Welt der Schreibenden und deren Leben, sondern vor allem auch in den Zeitgeist bringen sollte.
Wolf Lepenies hat auf etwa 580 Seiten nicht nur ein unglaublich eindrucksvolles Portrait Sainte-Beuves, sondern auch des französischen 19. Jahrhunderts gezeichnet und nimmt den Leser mit auf eine mehr als zwei Jahrhunderte umfassende Reise durch die literarische Welt, die Politik und Religion, die mentale und materielle Entwicklung Frankreichs bis hin zur Moderne.
Ich bin zugegebenermaßen nicht ganz unvoreingenommen an dieses Buch herangegangen, zum Einen, weil mir die Darstellung Lepenies’ aus einem Seminar in schlechter Erinnerung geblieben ist (was natürlich auch schlicht an dem Referat gelegen haben mag), zum Anderen, weil mir gleich nach wenigen Kapiteln auffiel, daß er beinahe ausschließlich originale Zitate in französischer Sprache verwendet, was mich etwas verärgert hat – das ewig leidliche Problem, noch immer nicht Französisch gelernt zu haben (vielen Dank, liebe Schule!).
Nach vielleicht 100 Seiten jedoch konnte ich plötzlich das Buch nicht mehr aus der Hand legen, mußte immer noch ein Kapitel lesen, und noch eines! Einmal in den Bann gezogen, habe ich es verschlungen, dabei eine nicht zu bewältigende Lektüre-Wunschliste notiert, weil sowohl der beschreibende Lepenies als auch der beschriebene Sainte-Beuve einem die Literaten und deren Werke mit nur wenigen Sätzen und Zitaten interessant, wichtig und lesenswert erscheinen lassen.
Ich habe mich irgendwann gefragt, ob Sainte-Beuve in den drei Jahrzehnten seiner Literaturkritik je einen uninteressanten Autor behandelt hat. Man möchte von beinahe allen erwähnten Persönlichkeiten – und auch über sie – etwas lesen.
Und so hat mein Budget im Laufe der Lektüre rapide abgenommen, indem ich unentwegt Antiquariate und amazon konsultiert habe, so daß sich nun innerhalb einer Woche ein weiterer Bücherturm in meiner Lesehöhle angehäuft hat.
Was das Lesevergnügen außerdem sehr steigert: Vom Autor (Lepenies) bekommt man beinahe nichts mit (sieht man über die wenigen Stellen hinweg, an denen er sich selbst zitiert), man vergißt ihn bei der Lektüre vollkommen und versinkt in die unendlichen Tiefen, zu denen er einem die Türen öffnet. Man steckt mitten im revoltierenden Frankreich, dessen Literatur und Geistesleben.
Wärmstens empfohlen: Wolf Lepenies, Sainte-Beuve. Auf der Schwelle zur Moderne
Was weiß man heute von einem Autor, abgesehen davon, daß man möglicherweise seine Werke und groben Lebensdaten kennt? Welche Einstellung hat ein bekannter Federführer zur Politik, Religion, zu seiner Zeit? Wie lebt er? Was prägt ihn?
Es gab da mal einen Literaturkritiker, der den Schreibenden nicht übersehen hat, der nicht müde wurde, die kleinen einflußreichen Details aus den Leben der Literaten seiner Zeit und derer, die weit früher gewirkt, ihren Einfluß auf das Jetzt jedoch nicht verloren haben, aufzuspüren, der, angetrieben von dem Wunsch nach Ordnung, mit Feingefühl und Scharfsinn eine „Zoologie des homo sapiens scribens“ anstrebte und somit zum Linné der Literatur wurde.
Gebildete Pariser warteten in einem Zeitraum von 30 Jahren jeden Montag, vermutlich mit einiger Ungeduld, auf den Artikel Charles-Augustin Sainte-Beuves in der Zeitung, auf eine Literaturkritik, die ihnen nicht nur neue Einblicke in die Welt der Schreibenden und deren Leben, sondern vor allem auch in den Zeitgeist bringen sollte.
Wolf Lepenies hat auf etwa 580 Seiten nicht nur ein unglaublich eindrucksvolles Portrait Sainte-Beuves, sondern auch des französischen 19. Jahrhunderts gezeichnet und nimmt den Leser mit auf eine mehr als zwei Jahrhunderte umfassende Reise durch die literarische Welt, die Politik und Religion, die mentale und materielle Entwicklung Frankreichs bis hin zur Moderne.
Ich bin zugegebenermaßen nicht ganz unvoreingenommen an dieses Buch herangegangen, zum Einen, weil mir die Darstellung Lepenies’ aus einem Seminar in schlechter Erinnerung geblieben ist (was natürlich auch schlicht an dem Referat gelegen haben mag), zum Anderen, weil mir gleich nach wenigen Kapiteln auffiel, daß er beinahe ausschließlich originale Zitate in französischer Sprache verwendet, was mich etwas verärgert hat – das ewig leidliche Problem, noch immer nicht Französisch gelernt zu haben (vielen Dank, liebe Schule!).
Nach vielleicht 100 Seiten jedoch konnte ich plötzlich das Buch nicht mehr aus der Hand legen, mußte immer noch ein Kapitel lesen, und noch eines! Einmal in den Bann gezogen, habe ich es verschlungen, dabei eine nicht zu bewältigende Lektüre-Wunschliste notiert, weil sowohl der beschreibende Lepenies als auch der beschriebene Sainte-Beuve einem die Literaten und deren Werke mit nur wenigen Sätzen und Zitaten interessant, wichtig und lesenswert erscheinen lassen.
Ich habe mich irgendwann gefragt, ob Sainte-Beuve in den drei Jahrzehnten seiner Literaturkritik je einen uninteressanten Autor behandelt hat. Man möchte von beinahe allen erwähnten Persönlichkeiten – und auch über sie – etwas lesen.
Und so hat mein Budget im Laufe der Lektüre rapide abgenommen, indem ich unentwegt Antiquariate und amazon konsultiert habe, so daß sich nun innerhalb einer Woche ein weiterer Bücherturm in meiner Lesehöhle angehäuft hat.
Was das Lesevergnügen außerdem sehr steigert: Vom Autor (Lepenies) bekommt man beinahe nichts mit (sieht man über die wenigen Stellen hinweg, an denen er sich selbst zitiert), man vergißt ihn bei der Lektüre vollkommen und versinkt in die unendlichen Tiefen, zu denen er einem die Türen öffnet. Man steckt mitten im revoltierenden Frankreich, dessen Literatur und Geistesleben.
Wärmstens empfohlen: Wolf Lepenies, Sainte-Beuve. Auf der Schwelle zur Moderne
flummi | Samstag, 10.Januar 2009 | 15:15 Uhr | Describo...
Noch kein Blubb...
Blubb machen..
un peu de cruauté
Gelänge es mir irgendwie, nachzuweisen, daß Bücher den Hauptbestandteil meiner Ernährung ausmachen, für mich schlicht existentiell notwendig sind, wäre es nicht nur berechtigt, sondern vielmehr sogar angebracht, gegen Dauert Heftig Lange wegen versuchten Mordes oder wenigstens fahrlässigen Verhaltens bei absehbarer möglicher Todesfolge juristisch vorzugehen, womit ich gleichsam völlig im Trend der zeitgemäßen Idiotie handelte.
Nebeneffekt dessen wäre jedoch – und das widerstrebt mir selbst in meiner Phantasterei, daß ich als Beweis vermutlich das Gutachten einer ärztlich diagnostizierten Geisteskrankheit, genauer: Verblödung, erbringen müßte; schließlich wäre die Unterernährung, die oben genannterSadist Lieferant verschuldet, eine geistige.
Dabei fällt mir ein, um die Angelegenheit einmal von der anderen Seite aufzurollen: Im vergangenen Jahr gab es eine Besprechung mit unserem Chef, bei der er uns darum gebeten hat, doch bitte „etwas langsamer“ zu arbeiten, d.h. im Konkreten, wir sollten doch bitte die Aufträge, die uns per E-Mail erreichen, nicht in Echtzeit, sondern vorzugsweise einen oder auch zwei Tage später bearbeiten, um den Anspruch der Auftraggeber in einem Rahmen zu halten, dem wir auch im Falle zeitlicher Engpässe gerecht werden könnten. Eine sinnvolle Verfahrensweise, die wir mit Erfolg anwenden.
Aber zurück zumTatbestand Thema: Wenn ich im wundervollen Weltweiten direkt per Identifikationsnummer meine Bestellung verfolgen kann, sehe, daß die Sendungen bereits heute morgen vor acht Uhr in der Zustellbasis bearbeitet wurden und den Vermerk zu lesen bekomme, meine Pakete würden mir voraussichtlich noch am heutigen Tage überbracht, kann man nur von einer nicht zufriedenstellenden Abwicklung mit mehr als nur un peu de cruauté sprechen, wenn man am Abend noch immer mit leeren Händen vor der Tür steht!
Ein Gefühl seelischen Mißbrauchs, wenn einem die einzig wahre Nahrung einen weiteren Tag vorenthalten wird (und mit Sicherheit dann eintrifft, wenn niemand da ist, um die ersehnte Lieferung entgegenzunehmen).
Nebeneffekt dessen wäre jedoch – und das widerstrebt mir selbst in meiner Phantasterei, daß ich als Beweis vermutlich das Gutachten einer ärztlich diagnostizierten Geisteskrankheit, genauer: Verblödung, erbringen müßte; schließlich wäre die Unterernährung, die oben genannter
Dabei fällt mir ein, um die Angelegenheit einmal von der anderen Seite aufzurollen: Im vergangenen Jahr gab es eine Besprechung mit unserem Chef, bei der er uns darum gebeten hat, doch bitte „etwas langsamer“ zu arbeiten, d.h. im Konkreten, wir sollten doch bitte die Aufträge, die uns per E-Mail erreichen, nicht in Echtzeit, sondern vorzugsweise einen oder auch zwei Tage später bearbeiten, um den Anspruch der Auftraggeber in einem Rahmen zu halten, dem wir auch im Falle zeitlicher Engpässe gerecht werden könnten. Eine sinnvolle Verfahrensweise, die wir mit Erfolg anwenden.
Aber zurück zum
Ein Gefühl seelischen Mißbrauchs, wenn einem die einzig wahre Nahrung einen weiteren Tag vorenthalten wird (und mit Sicherheit dann eintrifft, wenn niemand da ist, um die ersehnte Lieferung entgegenzunehmen).
flummi | Mittwoch, 07.Januar 2009 | 19:31 Uhr | Blabla Blubb!
Noch kein Blubb...
Blubb machen..
Riesige Vorfreude auf das heute bestellte Moleskine. Mal wieder analog schreiben und vielleicht etwas von dem im Entstehen begriffenen "Tagebuch einer Lesenden" hier Platz finden lassen.
Damit einher geht die Intensivierung des Gefühls, das mich seit Tagen/Wochen/Monaten nicht mehr verläßt, das Gefühl von einem großen Ganzen, dessen Rahmen ich nicht ermessen, und dessen Zweck ich nicht erfassen kann; aber auf bizarre Weise scheint alles miteinander verknüpft. Die Gegenwart verweist auf die Vergangenheit, die sich möglicherweise in der Zukunft wiederholen wird...
--> ???
Cut. -
Damit einher geht die Intensivierung des Gefühls, das mich seit Tagen/Wochen/Monaten nicht mehr verläßt, das Gefühl von einem großen Ganzen, dessen Rahmen ich nicht ermessen, und dessen Zweck ich nicht erfassen kann; aber auf bizarre Weise scheint alles miteinander verknüpft. Die Gegenwart verweist auf die Vergangenheit, die sich möglicherweise in der Zukunft wiederholen wird...
--> ???
Cut. -
flummi | Montag, 05.Januar 2009 | 22:32 Uhr | Blabla Blubb!
Noch kein Blubb...
Blubb machen..
Das Ekel.
Anfang vierzig müßte er sein. Wenn ich mich recht entsinne, hatte man seinen vierzigsten Geburtstag damals in der Kneipe begossen, und ich wünschte mir sehnlichst, es wäre seine Beerdigung, anläßlich derer man die Gläser füllte. Aber gemäß dem Grundsatz, schlechten Menschen gehe es immer gut, prostete er seinen Gästen auf seine nächsten vierzig Jahre zu.
Weil er in meiner Nähe wohnt, begegne ich ihm noch heute häufig, werde dabei von einem Ekel erfaßt, wie ich ihn nie empfunden habe, bevor ich ihn kannte. Es fehlen ihm nur wenige Zentimeter von zwei Metern Körperlänge, und sein Gesicht sieht in beinahe jeder Situation kriminell aus.
Ich solle wenigstens Oberteile mit ordentlichem Ausschnitt tragen, wenngleich ich keine sehenswerten Brüste hätte, sagte er damals, sicher gäbe es auch den einen oder anderen, der mit einer halben Hand zufrieden sei, und die müsse er dann schließlich auch ein wenig begutachten können.
Und lächeln, meine Visage mache einen ja depressiv, da vergehe einem die Lust zum Trinken! Was ich mache, denke und wisse, sei hier völlig egal, hier zähle das dumme, willige Grinsen, damit die Gäste mehr bestellten. Und ich solle gefälligst was mit meinen langweiligen Haaren machen, die wolle niemand in seinem Bier haben.
Mit diesen und ähnlich charmanten Ratschlägen besetzte er Abend für Abend den Stammtisch, trank anfangs eine Flasche Roséwein mit Eiswürfeln, bevor er auf Hefe und Wodka umstieg.
Wenn er mich ansah, setzte ich ein breites Grinsen auf und träumte davon, daß er mit seinen Pöbeleien einmal bei einem starken Gast zu weit ginge, woraufhin dieser ihm eine Krankenhausreife verabreichen würde. Aber ich lächelte.
Daß ihm der Laden nicht mehr gehörte, interessierte ihn keineswegs, und auch der eigentliche Geschäftsführer blickte darüber hinweg, ignorierte aus Bequemlichkeit und Feigheit, wie der Tyrann sich aufführte, während die Kolleginnen ihn tätschelten und auf die Wangen küßten, um seinen mit zunehmender Trunkenheit wachsenden Unwillen flach zu halten.
Ja, die Kolleginnen. Sie ließen sich an den Hintern fassen und in den Ausschnitt schauen, wenn er wieder einmal von einem „Kissen aus Titten“ träumte, allen voran diejenige, die für den Erhalt ihres Studienplatzes insbesondere seinen Freund umsorgte. Jede von den wenig kollegialen Kolleginnen riet mir eines Tages, als er aggressiv auf mich niederbrüllend seine Hand gegen mich erheben wollte, auch ich solle mich mit ihm gut stellen, sonst bliebe die Arbeit unbehaglich.
Es sei doch nichts dabei, erklärte mir eine nach der anderen, ihn ein wenig zu umgarnen. Ein Küßchen hier, ein Küßchen da, und wie oft komme es beispielsweise in einer Disko ohnehin vor, daß einem jemand an den Hintern fasse?
Hmhm, gab ich nichtssagend zur Antwort und verkniff mir die Frage, ab wann für sie die Prostitution beginne.
Ich lernte, seine Tyrannei zu ignorieren, stellte ihm weiterhin stupide lächelnd sein Hefe vor die Nase, lehnte ab, als er mich nach Feierabend mit zu sich nehmen wollte, um, wie er meinte, „noch etwas zu trinken und ein wenig zu plaudern“. In meiner letzten Schicht vor Schließung des Ladens, in der er Tresendienst hatte und sonst niemand da war, klaute er mir zehn Euro meines Trinkgelds.
Auf die kleine Abschiedsfeier habe ich verzichtet. Der Vertrag für meinen neuen Job an der Uni war unterzeichnet und die neunhundert Euro, die ich mir beim Kellnern zusammengespart hatte, waren eingezahlt.
Warum ich nicht wieder kellnern würde, fragten mich einige Leute, als ich vor ein paar Monaten einen zweiten Job suchte.
Darum.
Weil er in meiner Nähe wohnt, begegne ich ihm noch heute häufig, werde dabei von einem Ekel erfaßt, wie ich ihn nie empfunden habe, bevor ich ihn kannte. Es fehlen ihm nur wenige Zentimeter von zwei Metern Körperlänge, und sein Gesicht sieht in beinahe jeder Situation kriminell aus.
Ich solle wenigstens Oberteile mit ordentlichem Ausschnitt tragen, wenngleich ich keine sehenswerten Brüste hätte, sagte er damals, sicher gäbe es auch den einen oder anderen, der mit einer halben Hand zufrieden sei, und die müsse er dann schließlich auch ein wenig begutachten können.
Und lächeln, meine Visage mache einen ja depressiv, da vergehe einem die Lust zum Trinken! Was ich mache, denke und wisse, sei hier völlig egal, hier zähle das dumme, willige Grinsen, damit die Gäste mehr bestellten. Und ich solle gefälligst was mit meinen langweiligen Haaren machen, die wolle niemand in seinem Bier haben.
Mit diesen und ähnlich charmanten Ratschlägen besetzte er Abend für Abend den Stammtisch, trank anfangs eine Flasche Roséwein mit Eiswürfeln, bevor er auf Hefe und Wodka umstieg.
Wenn er mich ansah, setzte ich ein breites Grinsen auf und träumte davon, daß er mit seinen Pöbeleien einmal bei einem starken Gast zu weit ginge, woraufhin dieser ihm eine Krankenhausreife verabreichen würde. Aber ich lächelte.
Daß ihm der Laden nicht mehr gehörte, interessierte ihn keineswegs, und auch der eigentliche Geschäftsführer blickte darüber hinweg, ignorierte aus Bequemlichkeit und Feigheit, wie der Tyrann sich aufführte, während die Kolleginnen ihn tätschelten und auf die Wangen küßten, um seinen mit zunehmender Trunkenheit wachsenden Unwillen flach zu halten.
Ja, die Kolleginnen. Sie ließen sich an den Hintern fassen und in den Ausschnitt schauen, wenn er wieder einmal von einem „Kissen aus Titten“ träumte, allen voran diejenige, die für den Erhalt ihres Studienplatzes insbesondere seinen Freund umsorgte. Jede von den wenig kollegialen Kolleginnen riet mir eines Tages, als er aggressiv auf mich niederbrüllend seine Hand gegen mich erheben wollte, auch ich solle mich mit ihm gut stellen, sonst bliebe die Arbeit unbehaglich.
Es sei doch nichts dabei, erklärte mir eine nach der anderen, ihn ein wenig zu umgarnen. Ein Küßchen hier, ein Küßchen da, und wie oft komme es beispielsweise in einer Disko ohnehin vor, daß einem jemand an den Hintern fasse?
Hmhm, gab ich nichtssagend zur Antwort und verkniff mir die Frage, ab wann für sie die Prostitution beginne.
Ich lernte, seine Tyrannei zu ignorieren, stellte ihm weiterhin stupide lächelnd sein Hefe vor die Nase, lehnte ab, als er mich nach Feierabend mit zu sich nehmen wollte, um, wie er meinte, „noch etwas zu trinken und ein wenig zu plaudern“. In meiner letzten Schicht vor Schließung des Ladens, in der er Tresendienst hatte und sonst niemand da war, klaute er mir zehn Euro meines Trinkgelds.
Auf die kleine Abschiedsfeier habe ich verzichtet. Der Vertrag für meinen neuen Job an der Uni war unterzeichnet und die neunhundert Euro, die ich mir beim Kellnern zusammengespart hatte, waren eingezahlt.
Warum ich nicht wieder kellnern würde, fragten mich einige Leute, als ich vor ein paar Monaten einen zweiten Job suchte.
Darum.
flummi | Samstag, 03.Januar 2009 | 12:34 Uhr |
Noch kein Blubb...
Blubb machen..
2008 revisited
Wie wohl unschwer zu erkennen ist, fehlt mir seit einigen Wochen Zeit und Ruhe, um mein Blogsdingsda zu füttern – zu meinem persönlichen Leidwesen. Arge Entzugserscheinungen gab und gibt es, aber die Tage sind einfach zu kurz geworden.
Wenn ich etwas von Vorsätzen hielte, wäre der, im kommenden Jahr mehr zu bloggen, ganz oben auf meiner Listeneben dem Eintreiben noch immer nicht geflossenen Gehalts, aber das ist eine andere Geschichte...
Für jetzt muß es genügen, daß ich die einfachere Art des Jahresrückblicks wähle.
Zugenommen oder abgenommen?
Weder noch. Ich bewege mich nach wie vor zwischen 51 und 53kg, dank zurückgekehrter Grippe über Weihnachten eher 51kg.
Haare länger oder kürzer?
(Jetzt weiß ich wieder, was ich heute noch erledigen wollte...)
Es gab auch in diesem Jahr keine Friseurbesuche meinerseits. Die gute eigene Schere leistet treue Dienste beim geringfügigen Stutzen der ca. 65cm.
Kurzsichtiger oder weitsichtiger?
Die Augen betreffend vermutlich ersteres, lebensphilosophisch definitiv zweiteres.
Mehr ausgegeben oder weniger?
Mehr getankt, weil die Flucht aus der merkwürdigsten WG des Landes für das Beisammenhalten all meiner Tassen im Schrank häufiger notwendig war. Dafür andererseits aber weniger Dinge angehäuft, im Grunde für mich nur in Verbrauchsgüter und Bücher investiert. Unterm Strich vermutlich genauso viel (oder wenig?) wie zuvor.
Mehr bewegt oder weniger?
Seit Antreten eines zweiten Jobs sind ein paar Spaziergänge mehr quer durch die Stadt hinzugekommen.Zählt Sex auch? Dann eindeutig mehr.
Der hirnrissigste Plan?
Nach der Trennung weiterhin in der gemeinsamen Wohnung zu bleiben. Was in der Beziehung nicht funktioniert hat, geht auch in der WG schief. Aber man wird es überstehen.
Die gefährlichste Unternehmung?
Den mehrfach eingeschlagenen Grippewellen zum Trotz habe ich mich nicht krankschreiben lassen und bin arbeiten gegangen. Mit verschleppter Grippe am ersten Weihnachtsfeiertag an der Arbeit gesessen, glühend, um anschließend mit 39,8°C Fieber und Todesgedanken im Bett zu landen.
Der beste Sex?
Ja, den habe ich. Regelmäßig. Und es gab da dieses eine bestimmte Mal, da...
Die teuerste Anschaffung?
Abgesehen vom Tanken? Vier Karten für das Weihnachtsoratorium. Zwei für Mama und Anhang anläßlich ihres Geburtstages, zwei für den Flummanizer und mich. (War aber gar nicht so teuer.)
Das leckerste Essen?
Dank des überschaubaren Studentenbudgets und der mir eigenen Sparsamkeit kann das kaum außer Haus stattgefunden haben. Die vorverlegte Weihnachtsgans an Heilig Abend ist mir gut gelungen. Und ich glaube, die Sache mit dem Kochen liegt mir ohnehin, so daß es einige leckere Mahlzeiten gegeben hat.
Das beeindruckenste Buch?
Au weia, schlechte Frage für eine Leseratte wie mich. Arno Geigers Es geht uns gut hat mir sehr gefallen, aber am meisten hat es mir neben Marcel Prousts Auf der Suche nach der verlorenen Zeit W. G. Sebald angetan. Austerlitz, Die Ringe des Saturn und Schwindel. Gefühle. sind drei wundervolle Bücher. Max Frisch hat mich außerdem mit Mein Name sei Gantenbein in seinen Bann gezogen.
Der ergreifendste Film?
Das Leben der anderen ging mir sehr nahe und hat für eine andauernde Melancholie gesorgt. Und der kürzlich erst gesehene Film Zusammen ist man weniger allein hat mich überzeugt.
Die beste CD?
Kann ich nicht sagen.
Das schönste Konzert?
Ich war nur bei einem einzigen, nämlich dem Weihnachtsoratorium (wie jedes Jahr). Und die diesjährige Aufführung war vergleichsweise lau.
Die meiste Zeit verbracht mit..?
Dem Flummanizer, Büchern und Arbeit.
Die schönste Zeit verbracht mit..?
Dem Flummanizer. Und Büchern.
Vorherrschendes Gefühl 2008?
Ein bißchen was geht noch..! Das muß heute noch! Mist, schon wieder eine Woche um...
2008 zum ersten Mal getan?
Zum ersten Mal in Frankfurt am Main gewesen. Blut gespendet. Für ein Wochenende nach Österreich gefahren. Hochzeiten besucht. Achtzig Stunden Arbeit im Monat neben dem Studium.
2008 nach langer Zeit wieder getan?
Zweimal Zug gefahren. Mich mit einer Pille angefreundet.
Drei Dinge, auf die ich gut hätte verzichten können?
Sämtliche Krankheitsfälle (verrenkte Rippe, Grippe...). Bauarbeiten am Haus und in der Wohnung. Abgeschleppt werden (also nicht ich selber, sondern das Auto...).
Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?
Da gibt’s nicht nur eine. Meine neue Chefin davon, daß ich geeignet bin für den Job. (Hat funktioniert.)
Mich selbst – von mir und meinen Fähigkeiten. (Jedes Jahr, immer wieder.)
Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?
Schwer zu beurteilen.
Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
Dieser jemand ist der Flummanizer... Das schönste Geschenk? Seine bedingungslose, uneingeschränkte Unterstützung in jeder Lebenslage und das stets vermittelte Gefühl, mich ganz einfach so zu akzeptieren wie ich bin.
Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?
Meine Mutter sagte am Heiligen Abend zu ihrem Freund über mich, daß das Rauchen „das einzige Laster dieses Kindes“ sei.
Und noch etwas. Ein Kommilitone, zu dem ich zuvor nie Kontakt hatte, schickte mir folgende Nachricht: „Hallo [Flummi], ich will dir mal danken, dass Du in unserem Seminar [...] immer wieder was Relevantes sagst. Es tut gut jemand zuzuhören, der noch was Kluges zu sagen hat.“
Der schönste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe?
Das zu beurteilen liegt wohl bei demjenigen.
2008 war mit einem Wort?
Bunt?
Wenn ich etwas von Vorsätzen hielte, wäre der, im kommenden Jahr mehr zu bloggen, ganz oben auf meiner Liste
Für jetzt muß es genügen, daß ich die einfachere Art des Jahresrückblicks wähle.
Zugenommen oder abgenommen?
Weder noch. Ich bewege mich nach wie vor zwischen 51 und 53kg, dank zurückgekehrter Grippe über Weihnachten eher 51kg.
Haare länger oder kürzer?
(Jetzt weiß ich wieder, was ich heute noch erledigen wollte...)
Es gab auch in diesem Jahr keine Friseurbesuche meinerseits. Die gute eigene Schere leistet treue Dienste beim geringfügigen Stutzen der ca. 65cm.
Kurzsichtiger oder weitsichtiger?
Die Augen betreffend vermutlich ersteres, lebensphilosophisch definitiv zweiteres.
Mehr ausgegeben oder weniger?
Mehr getankt, weil die Flucht aus der merkwürdigsten WG des Landes für das Beisammenhalten all meiner Tassen im Schrank häufiger notwendig war. Dafür andererseits aber weniger Dinge angehäuft, im Grunde für mich nur in Verbrauchsgüter und Bücher investiert. Unterm Strich vermutlich genauso viel (oder wenig?) wie zuvor.
Mehr bewegt oder weniger?
Seit Antreten eines zweiten Jobs sind ein paar Spaziergänge mehr quer durch die Stadt hinzugekommen.
Der hirnrissigste Plan?
Nach der Trennung weiterhin in der gemeinsamen Wohnung zu bleiben. Was in der Beziehung nicht funktioniert hat, geht auch in der WG schief. Aber man wird es überstehen.
Die gefährlichste Unternehmung?
Den mehrfach eingeschlagenen Grippewellen zum Trotz habe ich mich nicht krankschreiben lassen und bin arbeiten gegangen. Mit verschleppter Grippe am ersten Weihnachtsfeiertag an der Arbeit gesessen, glühend, um anschließend mit 39,8°C Fieber und Todesgedanken im Bett zu landen.
Der beste Sex?
Ja, den habe ich. Regelmäßig. Und es gab da dieses eine bestimmte Mal, da...
Die teuerste Anschaffung?
Abgesehen vom Tanken? Vier Karten für das Weihnachtsoratorium. Zwei für Mama und Anhang anläßlich ihres Geburtstages, zwei für den Flummanizer und mich. (War aber gar nicht so teuer.)
Das leckerste Essen?
Dank des überschaubaren Studentenbudgets und der mir eigenen Sparsamkeit kann das kaum außer Haus stattgefunden haben. Die vorverlegte Weihnachtsgans an Heilig Abend ist mir gut gelungen. Und ich glaube, die Sache mit dem Kochen liegt mir ohnehin, so daß es einige leckere Mahlzeiten gegeben hat.
Das beeindruckenste Buch?
Au weia, schlechte Frage für eine Leseratte wie mich. Arno Geigers Es geht uns gut hat mir sehr gefallen, aber am meisten hat es mir neben Marcel Prousts Auf der Suche nach der verlorenen Zeit W. G. Sebald angetan. Austerlitz, Die Ringe des Saturn und Schwindel. Gefühle. sind drei wundervolle Bücher. Max Frisch hat mich außerdem mit Mein Name sei Gantenbein in seinen Bann gezogen.
Der ergreifendste Film?
Das Leben der anderen ging mir sehr nahe und hat für eine andauernde Melancholie gesorgt. Und der kürzlich erst gesehene Film Zusammen ist man weniger allein hat mich überzeugt.
Die beste CD?
Kann ich nicht sagen.
Das schönste Konzert?
Ich war nur bei einem einzigen, nämlich dem Weihnachtsoratorium (wie jedes Jahr). Und die diesjährige Aufführung war vergleichsweise lau.
Die meiste Zeit verbracht mit..?
Dem Flummanizer, Büchern und Arbeit.
Die schönste Zeit verbracht mit..?
Dem Flummanizer. Und Büchern.
Vorherrschendes Gefühl 2008?
Ein bißchen was geht noch..! Das muß heute noch! Mist, schon wieder eine Woche um...
2008 zum ersten Mal getan?
Zum ersten Mal in Frankfurt am Main gewesen. Blut gespendet. Für ein Wochenende nach Österreich gefahren. Hochzeiten besucht. Achtzig Stunden Arbeit im Monat neben dem Studium.
2008 nach langer Zeit wieder getan?
Zweimal Zug gefahren. Mich mit einer Pille angefreundet.
Drei Dinge, auf die ich gut hätte verzichten können?
Sämtliche Krankheitsfälle (verrenkte Rippe, Grippe...). Bauarbeiten am Haus und in der Wohnung. Abgeschleppt werden (also nicht ich selber, sondern das Auto...).
Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?
Da gibt’s nicht nur eine. Meine neue Chefin davon, daß ich geeignet bin für den Job. (Hat funktioniert.)
Mich selbst – von mir und meinen Fähigkeiten. (Jedes Jahr, immer wieder.)
Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?
Schwer zu beurteilen.
Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
Dieser jemand ist der Flummanizer... Das schönste Geschenk? Seine bedingungslose, uneingeschränkte Unterstützung in jeder Lebenslage und das stets vermittelte Gefühl, mich ganz einfach so zu akzeptieren wie ich bin.
Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?
Meine Mutter sagte am Heiligen Abend zu ihrem Freund über mich, daß das Rauchen „das einzige Laster dieses Kindes“ sei.
Und noch etwas. Ein Kommilitone, zu dem ich zuvor nie Kontakt hatte, schickte mir folgende Nachricht: „Hallo [Flummi], ich will dir mal danken, dass Du in unserem Seminar [...] immer wieder was Relevantes sagst. Es tut gut jemand zuzuhören, der noch was Kluges zu sagen hat.“
Der schönste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe?
Das zu beurteilen liegt wohl bei demjenigen.
2008 war mit einem Wort?
Bunt?
flummi | Mittwoch, 31.Dezember 2008 | 12:11 Uhr | Blabla Blubb!
Noch kein Blubb...
Blubb machen..
So ähnlich wird Flummi vielleicht mit fuffzich aussehen.. Bestimmt 'n bißchen faltiger.
[Einfach ignorieren, das geht vorbei.]
[Einfach ignorieren, das geht vorbei.]
flummi | Sonntag, 07.Dezember 2008 | 22:39 Uhr | Blabla Blubb!
Noch kein Blubb...
Blubb machen..
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